Kuchenverkauf für die Jugendkasse

Im Sportverein – insbesondere in den Jugendabteilungen – herrscht oft Geldnot, da hier Sponsorenzuschüsse häufig geringer oder gar nicht vorhanden sind.

Vielfach entscheiden sich die Eltern z.B. mit einem Kaffee- und Kuchenverkauf oder einem kleinen Kiosk während der Veranstaltungen die Jugendkasse etwas aufzubessern.

Doch aus diesen gut gemeinten Taten entwickeln sich sehr schnell nicht gewünschte und nicht beachtete steuerliche Folgen.

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, aber hier wird für den Verein gehandelt. Dieser muss die Einnamen auch entsprechend versteuern. Der Verkauf von Speisen und Getränken gehört zu den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben des Vereins und unterliegt damit – je nach Gesamtumsatz des Vereins – natürlich auch der Umsatzsteuer. Bei höheren Gesamtumsätzen des Vereins kann dann auch schnell die Zweckbetriebsgrenze von 35.000 EUR überschritten werden. Hier droht dann auch die Steuerpflicht in den Ertragsteuern.

Die größte Gefahr droht jedoch dann, wenn Sie als Vorstand, Schatzmeister oder Vorsitzender von diesen Umsätzen erst gar nichts mitbekommen, oder die Eltern Sie über die tatsächliche Höhe der Umsätze im unklaren lassen. Sie haften dann trotzdem steuerlich für die nichterklärten Umsätze – häufig auch mit Ihrem Privatvermögen.

Machen Sie also den Eltern klar, dass diese ehrlich mit der Kassenführung oder dem Schatzmeister abrechnen müssen.

Bei größeren Vereinen mit mehreren Abteilungen und Sparten gibt es auch häufig eigene Kassen in den Abteilungen. Hier drohen die gleichen Probleme. Gerade hier hat es sich zur Haftungsminimierung als hilfreich erwiesen, sich von jeder Abteilung mit einer Vollständigkeitserklärung die vollständige Erklärung der Einnahmen und Ausgaben bestätigen zu lassen.