Bitte überprüfen Sie als Vermieter jetzt noch, ob die Höhe der vereinbarten Mieten bei verbilligten Überlassung den gesetzlichen Anforderungen ab dem 01.01.2012 entsprechen.

Um den vollen Werbungskostenabzug auch bei verbilligter Vermietung zu erhalten, sind ab dem 01.01.2012 neue Grenzen zu beachten.

Bisher sieht der § 21 Abs. 2 EStG in seiner derzeit geltenden Fassung bei verbilligter Überlassung einer Wohnung zu weniger als 56% der ortsüblichen Miete eine Aufteilung in einen entgeltlichen und einen unentgeltlichen Teil vor. Beträgt die Mietezwischen  56% und 75% der ortsüblichen Miete verlangt die Finanzverwaltung eine Totalüberschussprognose die Werbungskosten ebenfalls nur anteilig abgezogen werden. Beträgt die ortsübliche Miete bei auf Dauer angelegter Vermietung nicht weniger als 75%, wird grds. ohne Totalüberschussprognose, die die Einkünfteerzielungsabsichtdarlegt.

Ab den 01.01.2012 gilt eine einfache Grenze von 66%, um die mit der Wohnung zusammenhängenden Aufwendungen (z.B. Abschreibungen, Darlehenszinsen, Erhaltungsaufwand) in vollem Umfang als Werbungskosten geltend machen zu können. Beträgt die vereinbarte Miete weniger als 66% der ortsüblichen Miete einschließlich der umlagefähigen Nebenkosten, können die Aufwendungen für die Vermietung nur anteilig als Werbungskosten berücksichtigt werden.
Dafür entfällt die Totalüberschussprognose.

Wir raten deshalb allen Vermietern die Miethöhen neu zu überprüfen.

Gerne stehen wir Ihnen für Fragen zu diesem Thema zur Verfügung. Wenden Sie sich vertrauensvoll an uns.

Aufpassen bei verbilligter Vermietung
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