Die Niederlande haben mitgeteilt, dass in den Niederlanden registrierte Einzelunternehmen zum 1.1.2020 neue USt-IdNrn. erhalten. Deutsche Unternehmen müssen bei Leistungen an diese Unternehmer in den Niederlanden ab dem 1.1.2020 ausschließlich die neue USt-IdNr. verwenden.

Der leistende Unternehmer sollte sich also in jedem Fall die USt-IdNr. des Leistungsempfängers qualifiziert (§ 18e UStG) vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) bestätigen lassen. Nur die zutreffende USt-IdNr. des Leistungsempfängers entfaltet die gewünschte Wirkung der Steuerfreiheit. Ein Vertrauensschutz für den leistenden Unternehmer kann sich ggf. nur dann ergeben, wenn er alle notwendigen Maßnahmen ergriffen hatte, dass der Umsatz nicht in einen Betrug oder eine Steuerhinterziehung einbezogen war. Dazu gehört die qualifizierte Abfrage der USt-IdNr..
Darüber hinaus muss beachtet werden, dass der leistende Unternehmer bei EU-grenzüberschreitenden Leistungen an Unternehmer in seiner Rechnung neben seiner USt-IdNr. auch die USt-IdNr. des Leistungsempfängers mit angeben muss.

Die neuen Nummern haben einen anderen Aufbau, als die bisher erteilten Nummern: Nach dem Länderschlüssel „NL“ folgen 12 Stellen aus beliebig aufeinanderfolgenden Ziffern, Großbuchstaben sowie den Zeichen „+“ und „*“. Die Stellen 11 und 12 sind dabei immer Ziffern.

Hierzu hat die Finanzverwaltung Folgendes mitgeteilt:

  • Für Zeiträume bis zum 31.12.2019 ist die bisherige (alte) USt-IdNr. in der Rechnung zu verwenden.
  • Für Zeiträume ab dem 1.1.2020 ist die neue USt-IdNr. in der Rechnung anzugeben.
  • Wenn für bis zum 31.12.2019 ausgeführte Leistungen die Rechnung erst in 2020 erteilt wird, kann in der Rechnung entweder die alte oder die neue USt-IdNr. angegeben werden.

In den Zusammenfassenden Meldungen, die Meldezeiträume ab dem 1.1.2020 betreffen, dürfen ausschließlich nur noch die neuen niederländischen USt-IdNr. verwendet werden. Sollten noch „alte“ Nummern verwendet werden, kommt es zu Fehlermeldungen, die ggf. (z. B. ab dem 1.1.2020 bei den innergemeinschaftlichen Lieferungen) die Steuerfreiheit einer ausgeführten Leistung in Frage stellen können.

Weiterhin muss beachtet werden, dass die Veränderung zeitgleich mit den Verschärfungen zum Nachweis der Steuerfreiheit der innergemeinschaftlichen Lieferung erfolgt. Innergemeinschaftliche Lieferungen setzen ab dem 1.1.2020 zwingend voraus, dass der Leistungsempfänger mit einer gültigen und zutreffenden USt-IdNr. auftritt und dass die Lieferung in der Zusammenfassenden Meldung zutreffend erfasst worden ist.

Neue Umsatzsteuer-Identifikationsnummer für Einzelunternehmen in den Niederlanden ab 2020